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iZombie Comic vs. Serie

Dieser Artikel basiert auf Staffeln und zwei der Serie „iZombie“ sowie dem ersten Comic der gleichnamigen Reihe.

Als großer Fan der Serie „iZombie“ konnte ich es mir nicht nehmen lassen auch den Comic zu lesen. Zugegeben ich dachte immer Serie und Comic sind sich sehr ähnlich, doch falsch gedacht. Eigentlich sind sie ziemlich unterschiedlich von Handlung, Setting und Figuren. Und doch verbindet sie ein besonderer gemeinsamer Charm.

Plot des Comic

IZombie Comic 1

Gwen ist ein Zombie, welche als Totengräberin arbeitet um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen und an Gehirne zu kommen, ohne dafür Menschen töten zu müssen. Dies macht ihr Leben als Wesen welches zwischen der Welt der Lebenden und den Toten steht erträglicher.
Doch Gwen ist nicht das einzige Wesen aus Horrorfilmen, welches versucht ein halbwegs normales Leben unter den Menschen zu führen. Zu ihren Freunden zählen daher ein Geist und ein Werwolf. Doch auch Mumien, Vampire etc. halten die Welt in Atem, was dazu führte das sich eine Organisation aus Monsterjägern hervortut. Sie sehen es als ihre heilige Pflicht Jagd zu machen auf die sogenannten Unter- und Überseelen, welche nach ihren Tod nicht ins Jenseits über gingen.
Gwen muss sich also in Acht nehmen vor der Gruppe an Jägern, von denen zur Zeit zwei Agenten in der Stadt sind. Als ob das nicht schon schwer genug währe muss sie sich noch nebenbei um die Seelen der Verstorbenen, dessen Hirn sie gegessen hat, kümmern, damit diese Frieden finden können.

Plot der Serie

izombie

Olivier ( Liv ) Moore ist gerade dabei ihr Medizinstudium zu absolvieren als sie von einen Zombievirus befallen wird. Sie lässt sich in die Gerichtsmedizin versetzen um so an Gehirne zu kommen, ohne dafür Menschen zu töten. Leider fällt ihr so immer mal wieder das Gehirn eines Mordopfers in die Hände dessen Erinnerungsfragmente Liv dazu antreiben ihre Fälle zu klären. Gemeinsam mit Detektive Babinor, welcher sie für eine Art Hellseherin hält, löst sie die verschiedensten Fälle. Zeitgleich versucht ihr nerdiger Vorgesetzter fleißig ein Heilmittel zu finden, bevor die stättig ansteigende Anzahl an Zombies die Stadt überfluten.

Die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten.

Anhand des Plot von Serie und Comic lässt sich bereits erkennen das beide Medien zwar den gleichen Titel tragen aber doch ziemlich unterschiedlich zu sein scheinen. Aber wo genau liegen nun die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten.

Die Protagonisten ist in beiden Medien ein Zombie das ist Fakt, auch wenn der Ursprung der Verwandlung von Mensch in Zombie einen ersten großen Unterschied darstellt.
Während sich die Protagonistin in der Serie mit einen Virus ansteckt scheint die Protagonistin im Comic gestorben zu sein. Sie wurde dort zu einen sogenannten Wiedergänger. Was genau das ist wird im Comic ausführlich und verständlich beschrieben. Auch was es mit den anderen Wesen aus den Horror- Geschichten auf sich hat, welche sich alle im Comic wiederfinden wird an dieser Stelle beschrieben, daher passen Vampire, Werwölfe usw. eigentlich ganz gut in das Setting des Comics.
Womit wir auch schon beim nächsten Unterschied sind: Während der Comic nur so vor Horrorwesen wimmelt scheint es in der Serie bisher nur Zombies zu geben. Alles andere ist bisher weiter Fiktion von Film und Fernsehen, eben genau wie in unserer Welt.

Auch die Protagonisten unterscheidet sich auf den ersten Blick ziemlich. Zwar wurde sich bei ihrer Optik in der Serie stark an den Comic orientiert, doch fallen vor allem im Bezug auf Haut und Style deutlich Unterschiede auf.
Auch der Name, sowie das persönliche Umfeld und die Arbeit unterscheidet maßgiebig, wodurch man auf den ersten Blick wirklich davon ausgehen kann das es sich hierbei um zwei unterschiedliche Figuren handelt. Doch betrachtet man ihre Persönlichkeit findet man die erste große Gemeinsamkeit neben der Tatsache das beide ein Zombie sind.
Auch die Erinnerungsfrakmente, die in beiden Medien als Visionen betitelt werden, welche nach dem Verzehr des Gehirn immer wieder auf Liv bzw Gwen einströmen sind eine große Gemeinsamkeit. Beide Figuren versuchen das die Toten ihren Frieden finden.
Nur hat Liv in der Serie nicht nur Visionen sondern eignet sich auch gleich Charakterzüge desjenigen an dessen Hirn gerade auf sie einwirkt. Bisher ist dies im Comic nicht der Fall gewesen, aber vielleicht kommt der Punkt auch noch im Comic.

Während sich die Figuren in diesen Punkten gleichen kommen wir bei der Frage „Warum essen sie Gehirn?“ zu einen weiteren Unterschied. Gwen bindet durch den Verzehr von Gehirnen ihre Überseele an ihre Unterseele, da die Verbindung bei Wiedergängern sehr schwach ist. Liv dagegen muss Gehirne essen um nicht zu einen Zombie aus den alten Filmeklassikern zu vekommen, welche langsam vor sich hin verfaulen und wie wilde Tiere ohne Sinn und Verstand Menschen angreifen um Nahrung zu finden.

Ich glaube damit habe ich alle bisherigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgeführt. Es kann natürlich sein das sich im Laufe der Geschichten noch weitere Punkte finden lassen.

Aber wie kommt es das zwei Medien ein Thema so unterschiedlich behandeln?

Gute Frage!
Ehrlich gesagt Frage ich mich das auch.
Leider gibt das Internet bisher dazu keine wirklich gute Antwort.

Was ist nun besser Comic oder Serie?

Ehrliche Antwort: Keines von beiden.
Serie sowie Comic sind beide auf ihre eigene Art ein Hightlight, welches das leider viel zu oft in die selbe Richtung tendierende Zombie- Genre ein wenig auffrischt. In beiden Geschichten steckt spürbar viel Herz und das obwohl es eigentlich um Wesen geht die irgendwo zwischen den Lebenden und den Toten stehen. Aber vielleicht auch gerade deswegen. Figuren, welche sonst als Monster abgetan werden und meist als Antagonist dienen, bekommen hier die Hauptrollen was ihnen eine andere zum Teil immer noch sehr menschliche Seite aufbürgt.

Von der Story her gefällt mir zur Zeit die Serie ein wenig besser, doch wer weiß wie sich die Geschichte im Comic noch entwickelt.

Ich finde es gut das im Comic nicht nur Zombies sondern alle Wesen aus den bekannten Horror- Genre seinen Platz gefunden haben. Dies hebt den Comic erheblich von der Serie ab. Andersherum wüsste ich ehrlich gesagt auch nicht wie man weitere Figuren aus dem Horror- Genre noch in die Serie einbauen könnte ohne das sie ihren Realismus verliert. Ja ich benutze bewusst das Wort „Realismus“, den während der Comic deutlich keine Probleme damit hat in die Phantasie hinab zu steigen, versuchen die Drehbuchautoren der Serie eine gewisse Neigung zur Realität zu bewahren. Mir ist dabei klar das eine Serie rund um Zombies welche versuchen wie normale Menschen in Seattle zu leben nicht wirklich realitätsnahe sein kann, aber die Umsetzung in der Serie kommt dem wirklich nahe. Vorallem dadurch das immer wieder daraufhin gedeutet wird wie kurz das Fass vorm überlaufen ist.