Manga/ Anime Talk

Anime Winter Season 2018 – Giira’s kleine Sendeplan ( Montags + Dienstags )

Vor etwas über zwei Wochen ging die Anime Winter Season an den Start.
Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen direkt einmal in einige Titel hinein zu sehen.

Okay es sind nicht alle Anime als Simulcast in Deutschland angelaufen die ich gerne sehen wollte, aber damit kann ich mich inzwischen abfinden. Der größte Teil der Serien, welche mein Interesse geweckt haben ist zum Glück schon gestartet, von daher wird es Zeit für einen kleinen Beitrag mit einem kurzen Fazit der Anime Serien welche mich wohl durch den Winter begleiten werden.

Da die Auswahl an für mich interessanten Anime in dieser Season wirklich sehr groß ist splitte ich den Beitrag wieder. Im laufe der Woche gibt es am jeweiligen Ausstrahlungstrag der neuen Folgen einen kleinen Beitrag. Quassi ein Frühstücksbeitrag ^-^
Ansonsten wird das hier ein viel zu langer Artikel.

Montag

Montags läuft leider gar kein Anime im Simulcast welcher mich besonders interessiert. Dies ist aber kein Beinbruch den so habe ich einen Tag um ältere Anime auf zu arbeiten. Zum Beispiel interessiert mich auch die zweite Staffel von „The Outcast“, jedoch muss ich erst einmal die erste Staffel schauen. Für solche Sachen ist der Montag also perfekt.

Dienstag

Den Dienstag teilen sich direkt zwei Animeserien. Zum einen erscheint an jenen Tag eine neue Folge von der bereits in der Anime Herbst Season 2017 gestarteten Serie „Black Clover“. Außerdem zeigt uns Crunchyroll im Simulcast die neue Folge des Anime welcher mich in dieser Season besonders überrascht hat „Sora Yori mo Tooi Basho“ oder auch bekannt als „A place further than the Universe“.

„Sora Yori mo Tooi Basho“ oder auch bekannt als „A place further than the Universe“

Genre: Abenteuer

Wie gesagt ist dieser Anime jetzt schon meine Überraschung der Season. Eigentlich fing ich die erste Folge nur an da mir im Krankenhaus ziemlich langweilig war und ich mich einfach quer durch das Programm von „Crunchyroll“ geguckt habe. Die Beschreibung sagte mir nicht besonders zu, aber wie gesagt ich hatte eh nichts besseres zu tuen, also schaute ich einfach mal rein. Was soll ich sagen, ich war positiv so begeistert das ich den Anime umgehend in mein Programm für die Season aufnahm.

Plot

A place further than the universe anime

Mari Tamaki ist im zweiten Jahr der Oberschule. Langsam sieht sie ihre Jugend an sich vorbei ziehen ohne irgendetwas ausergewöhnliches erlebt zu haben. Zu ihrem Glück trifft sie auf Shirase Kobuchizawa. Shirase Kobuchizawa hat vor drei Jahren ihre Mutter verloren, welche sich auf einer Expedition in der Antarktis befand. Nun möchte Shirase den Spuren ihrer Mutter folgen in der Hoffnung sie doch wieder zu finden. Mari beschließt Shirase bei ihrem Vorhaben zu unterstützen und mit ihr gemeinsam in die Antarktis zu reisen. Doch wie sollen es zwei Oberschülerinnen auf ein Expeditionsschiff schaffen?

 

Heute läuft die dritte Folge des Anime an.
Doch bereits nach einer Folge hatte mich der Anime schon sehr gepackt. Er ist zwar nicht besonders spannend, aber die Protagonisten sind so charmant das man ihren Werdegang gerne mit erleben möchte. Zudem finde ich es irgendwie spannend zu verfolgen wie die kleine Gruppe versucht ihren Traum wahr werden zu lassen. Die Antarktis ist für mich genau so Neuland wie für den größten Teil der Gruppe, weil mal ganz ehrlich wer denkt schon großartig an den Kontinent am südlichsten Punkt der Erde?

Dadurch ist es eine Reise in unbekannte Gebiete nicht nur für die Protagonisten sondern auch für den Zuschauer.

Black Clover

Genre: Shonen

Black Clover ist mit insgesamt 51 Folgen angesetzt. Von daher wird uns der Anime noch über die Winter Season hinaus begleiten. Heute erscheint bereits Folge 15, was bedeutet das man sich inzwischen ein gutes Bild von diesem vielversprechenden Shonen Anime machen konnte.

Plot

Black Clover

In einer Welt in der jeder magisch begabt ist werden die beiden Waisen Asta und Yuno geboren. Sie werden von einem Priester aufgenommen und wachsen in dessen Waisenhaus auf. Asta träumt davon eines Tages der König der Magier zu werden, doch leider hat er absolut keine magische Begabung. Ganz im Gegensatz zu Yuno, welcher bereits in Kindheitstagen als Überflieger gilt. Nach einem einschneidenden Erlebnis beschließt auch Yuno König der Magier zu werden. Die beiden Jungs, welche fast wie Brüder aufwachsen hegen von nun an den selben Traum.
Als die Zwei alt genug sind um sich für die magischen Ritterorden zu bewerden, machen sie sich auf in die Hauptstadt des Landes Clover um dort ihr Grimora zu empfangen. Langsam kommen sie Ihren gemeinsamen Traum ein Stück für Stück ein wenig näher. Den nur ein magischer Ritter kann einmal der König der Magier werden.

Dem Grunde nach ist Black Clover ein typischer Shonen- Anime. In der Hauptrolle ist ein Charakter welcher den Traum hat einmal der Stärksten zu werden. Wir begleiten diesen von nun an auf seinem Weg.
Bei Black Clover ist dies Asta, welcher mit seiner aufgedrehten Art an Shonen- Protagonisten wie Natsu aus Fairy Tail oder Naruto erinnert. Asta ist wie in den meisten Shonen- Anime beim Beginn seiner Reise noch nicht besonders stark, lässt sich dadurch aber nicht davon abhalten seinen Traum wahr werden zu lassen. Natürlich hat auch Asta einen Rivalen, welcher um längen talentierter ist und den selben Traum hegt wie er. Dies ist in diesem Fall Yuno. Zur Seite steht Asta auf seinen Weg ein weiblicher Charakter und einige erfahrenere Magier als Lehrmeister. Alles ganz nach den schon fast typischen Schema F von Shonen- Anime.
Dies finde ich aber ehrlich gesagt absolut nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Das Shonen- Anime meist nach dem selben Prinzip gestrickt sind macht es nur um so spannender wenn sie im Verlauf der Geschichte dann zeigen in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Auch wenn die Basis gleich ist heißt es nicht das die kompletten Geschichten gleich verlaufen wird. Black Clover macht dabei keine Ausnahme. Die Geschichte erinnert vom Plot her zwar stark an „Ao no Exorcist“, aber hebt sich nach einigen Folgen dann deutlich davon ab. Nach inzwischen 14 Folgen geht der Anime seinen eigenen Weg, überzeugt mit einigen wirklich guten spannenden Kämpfen und hält dabei trotzdem weiter an der Shonen- Schiene fest. Aber dies sei ihm vergönnt.

Black Clover ist einfach eine super Geschichte welche man ohne viel nach zu denken einfach auf sich wirken lassen kann. Sie ist damit perfekt für den Feierabend um ein wenig nach der Arbeit abschalten zu können.

 

So viel zu den Animestarts am Montag.
Es starten natürlich noch wesentlich mehr Anime im Simulcast, nur haben diese es leider bisher noch nicht geschafft mein Interesse ausreichend genug zu wecken, um sie in mein festes Programm mit auf zu nehmen.

Manga/ Anime Talk · Movie Talk

Your Name, der Anime welcher in nur zwei Tagen die Kinosäle Deutschlands füllte wie seit Jahren kein Anderer – Movietalk ( Spoilerfrei )

Genre: Fantasy, Romance

Einer der wohl lustigsten, ergreifendsten und unglaublich fesselndsten Anime Filme den ich in meinen Leben bisher gesehen habe schafft den Sprung nach Deutschland

Es ist eine Ergebnis was wir seit „Chihiros Reise ins Zauberland“ nicht mehr in Deutschland gesehen haben. An leider nur zwei Spieltagen zog der Animefilm „Your Name“ von „Makoto Shinkai“ so viele Zuschauer ins Kino wie schon seit langem kein Animefilm mehr. Der Andrang war so hoch das einige Kino’s kurzfristig die Vorstellung in einen anderen Saal verlegten oder gar eine zweite Vorstellung am selben Tag einplanten. Nun sollen sogar einpaar Kino’s den Film in ihr normales Programm aufnehmen in der Hoffnung das er ihre Kassen noch eine Zeit lang klingeln lassen wird.

Auch ich konnte mir diese Highlight nicht entgehen lassen und besorgte mir zusammen mit einpaar anderen von Team Nerdy Karten für die Vorstellung am Sonntag.
Wir hatten Glück und bekamen noch wirklich gute Plätze, was gar nicht so einfach war den immerhin war die Vorstellung bis zur untersten Reihe hin so gut wie ausverkauft.
Dies hat der Film wahrscheinlich zum einen der guten Promotion, sowie des hohen Bekanntheitsgrad der Light Novel und des Manga zu verdanken.
Auch der Name „Makoto Shinkai“ ist in Deutschland seit langem kein unbekannter Begriff mehr. So hat der Animeproduzent sich bereits mit Werken wie „5 Centimeter per Secount“ oder „The garden of words“ einen Namen gemacht. Vorallem seine wirklich beeindruckenden und realitätsgetreuen Bilder lassen einen bei seinen Filmen nur so staunen. Wenn dann noch eine so packende Geschichte wie „Your Name“ dazu kommt war der Erfolg schon so gut wie vorprogrammiert

Plot

Your Name

Mitsuha lebt in einem kleinen Dorf in den Bergen. Als Tochter des Bürgermeisters und Erbin eines Schreins hat sie stets die Etikette zu bewahren um ihrer Familie keine Schande zu bereiten. Sie sehnt sich nach einem aufregenderen Leben, in dem sie frei und sie selbst sein kann. Taki dagegen ist Oberschüler in Tokio und versucht sich mit einem Nebenjob über Wasser zu halten. Beide Leben könnten kaum unterschiedlicher sein und doch teilen sie sich eine Gemeinsamkeit. Beide Protagonisten haben merkwürdige Träume. Während Taki davon träumt das er ein Mädchen aus einem Dorf in den Bergen ist, träumt Mitsuha das sie ein junger Mann in Tokio sei.
Als dann auch noch die Menschen in ihrer Umgebung auf das auffällige Verhalten der zwei Aufmerksam werden, wird ihnen langsam bewusst das dies vielleicht doch kein einfacher Traum zu sein scheint. Mit Tagebucheinträgen und ähnlichem versuchen sie sich etwas besser kennen zu lernen damit der Körpertausch nicht mehr so auffällig verläuft. Langsam kommen sich die Zwei aus den verschiedenen Welten immer näher. Doch es gibt ein Problem den wie so oft bei Träumen verblasst die Erinnerung an das geschehende innerhalb kürzester Zeit nach den Aufstehen. Wie also sich jemals den Anderen außerhalb der Träume erinnern der einen diese unbehagliche leere spüren lässt, wenn man sich nicht einmal mehr an seinen Namen erinnern kann?

Movietalk

Da im Vorfeld ein ziemlich großer Hype um den Film gemacht wurde ging ich recht skeptisch in den Film. Im vorhinein hatte ich mir bereits die ersten beiden Bände des Manga durchgelesen.Da der Manga jedoch drei Bände umfasst war mir das Ende noch nicht bekannt. Der Manga hatte mich schon ziemlich begeistert und das obwohl Romanze nicht unbedingt mein bevorzugtes Manga Genre ist. Aber die Sache mit dem Körpertausch machte mich dann doch neugierig. Nur zeichnerisch hatte mich der Manga nicht besonders überzeugt. Klar die Zeichnungen sind schön aber nichts wirklich besonderes. Wie also kann dann der Anime als so besonders betitelt werden?

Die Antwort bekam ich ziemlich schnell als „Makoto Shinkai“ sein Animationstalent präsentierte. Die Bilder auf der sich vor mir erstreckenden Leinwand waren so unglaublich schön und realitätsnahe das es mich unentwegt ins Staunen brachte. Kurzerhand hatte mich der Anime dadurch wesentlich mehr gepackt als der Manga.
Dazu kam dann noch der wirklich schöne Soundtrack mit Videosequenzen.
Zum Einstieg gab es ein kleines Opening, dicht gefolgt von Zusammenschnitten der Zeit in der die zwei Protagonisten die Körper getauscht haben.  Alles andere währe wahrscheinlich sonst auch zu lange geworden, wobei ich mir im nachhinein dachte das ich ruhig hätte noch eine Stunde länger sitzen bleiben können.
Der Film packte einen einfach so sehr das man die eigentlich lange Zeit gar nicht merkte die man im Kinosaal verbrachte.
In der ersten Hälfte des Films lernen wir also die beiden Protagonisten, ihr unterschiedliches Leben und ihre engste Freunde und Familie kennen. Sehr viel Freude, Spaß und Lachen vorprogrammiert. Man lernt die Zwei unglaublich zu schätzen und das in nur so kurzer Zeit.
Um so härter trifft einen dann die bittere Wahrheit über einen der Protagonisten.
Der Film ist ein auf und ab der Gefühle, so mitreizend das es im ganzen Saal zu spüren war.
Die zweite Hälfte erhöht nun die Spannungskurve drastisch, erweckt in uns als Zuschauer sowie den Protagonisten neue Hoffnung auf ein vielleicht doch glückliches Ende. Man fiebert wahrlich einfach nur noch mit. Dies habe ich in so extremen Masse schon lange nicht mehr erlebt. Es ist beeindruckend wie ein Animationsfilm einen mehr fesseln kann, als mancher Film mit Schauspielern. Dies ist wirklich hohe Kunst. Aber der Film ist wie schon mehrfach erwähnt auch von „Makoto Shinkai“.

Das Ende des Films ist zur vorherigen Geschichte passend.
Es wirkt nicht an den Haaren herbei gezogen oder erzwungen, ganz im Gegenteil. Wenn man den Film verstanden hat passt das Ende einfach absolut.
Somit ergibt sich ein rundes Gesamtbild, welches ich für meinen Teil am liebsten direkt noch einmal hätte sehen wollen.

Kritikpunkt

Ja auch wenn ich so hin und weg von dem Film bin habe ich trotzdem einen Kritikpunkte.
Das Opening! An sich fand ich es sehr schön gestaltet, aber es nahm dem Film einen Teil der Spannung den man sah dort bereits Dinge welche einen Teil des Ende verraten haben. Nicht das endgültige Ende, aber einen wichtigen Punkt welcher dem ganzen ordentlich an Spannung nahm. Schade, aber naja. Trotzdem fieberte ich die zweite Hälfte total mit und vergoss einige Tränen, da ich solche Sorge hatte das sich die Zwei nicht mehr wieder finden werden.

Auch so war der Film leider an manchen Punkten sehr vorhersehbar, aber naja. Er hat mich trotzdem gepackt und emotional auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt wie schon lange kein Film mehr.

Videoquelle: Movielpilot Trailer / Youtube

Mein Gesamtfazit

„Your Name“ ist ein unglaublich toller Film, der es direkt geschafft hat das ich ihn zu meinen absoluten lieblings Animefilmen zähle. Zwar gab es einpaar Kritikpunkte, die ich bereits im Movietalk erläutert habe, aber es sind nur kleine Punkte über die ich hinweg sehen kann. Der Film war trotzdem lustig, ergreifend und unglaublich fesselnd. Die Spielzeit von fast zwei Stunden verging wie im Flug.

Der Film wird seinen Hype wirklich gerecht.
Ich war am Anfang doch etwas skeptisch da ich mich von Hypes meistens nicht mitziehen lasse, sie mich sogar meist eher vor etwas abschrecken, doch in diesem Fall bin ich ganz auf der Seite der Hyper. Ich kannte den Manga zwar bereits schon im vorfällt, aber er kommt bei längen nicht an den Film heran. Dies hat der Film aber hauptsächlich Makoto Shinkai und seinen unglaublichen Animationen zu verdanken. Jedes seiner Werke ist einfach ein Kunstwerk.
So nun auch Your Name.

Ich kann  jedem der den Film noch nicht gesehen hat nur nahe legen das Geld in eine Kinokarte zu investieren. Es werden im moment mehr und mehr Sondervorstellungen in vielen Kino’s angeboten, vielleicht ja auch in eurer Nähe. Auf Grund der Bildgewalt des Filmes lohnt sich ein Kinobesuch auf jedenfall. Zudem unterstützt man mit dem Besuch auch die Animekommuniti in Deutschland, den nur bei erfolgreichen Vorführungen erklären sich mehr Kino’s bereit die Werke aus Japan auf ihren Leinwänden aus zu strahlen.

Ansonsten erscheint der Anime am 18.05.2018 auf DVD und in einer Limited Blu-Ray Edition.

Manga/ Anime Talk

Broken Girl – Mangareview ( Spoiler frei )

Genre: Mysterie
Mangaka: Nisioisin und Mitsuru Hattori
Veröffentlichung: 2015 – 2016 ( 3 Bände )
Anime: Nein

„Dies ist keine Fikiton. Diese Ereignisse haben sich tatsächlich zugetragen…“

So der einleitende Text der dreiteiligen Mysterie Reihe „Broken Girl“.

Ob die Geschichte wirklich passiert ist und Nisioisin damit einen dunklen Teil aus seiner Vergangenheit aufarbeitet oder ob sie doch Fiktion ist und die Einleitung nur dazu dient um den Leser direkt in die richtige Stimmung für den Manga zu bringen, lasse ich einfach mal dahin gestellt.

Plot

Broken Girl Manga CoverAuf seinen nach Hause weg wird ein angehender Schriftsteller zeuge eines dramatischen Unfalls: Eine Schülerin wird von einem Lastwagen erfasst. Doch nicht der Unfall selbst ist es was ihn traumatisiert, sondern vielmehr die Freundin des verunglückten Mädchens. Anstelle ihrer Freundin direkt zur Hilfe zu eilen beendet die Grundschülerin zunächst ihr Videospiel, packt den Game Boy in ihre Tasche und reagiert nun auf die gerade geschehende Situation.
Der kalte eindringliche Blick des jungen Mädchens lässt den Studenten nicht mehr los.
Kurze Zeit später taucht das kleine Mädchen bei ihm zu Hause aus und entführt ihn, da er ihr wahres Ich gesehen hat. Sie sperrt ihn in ihre Abstellkammer.
Dem Studenten ist klar das er dieser Situation ganz einfach entkommen könne, immerhin ist sein Entführer ein kleines Mädchen welche ihm nicht einmal sein Handy abnahm. Doch irgendetwas hält ihn davon ab Hilfe von außerhalb zu ersuchen.

Mangatalk

„Nun, da sie es sagte,ich hatte sie tatsächlich gesehen. In diesen wenigen Momenten hatte ich die wahre Natur des Mädchens U vollständig durchschaut“

Es ist einfach nur packend, wenn man alleine das Mädchen U betrachtet.
Ihr Verhalten ist wirklich beängstigend. Ihr Blick zu dem jungen Schriftsteller als sie bemerkt das er ihre wahres Wesen gesehen hat. Es lief mir eiskalt den Rücken runter. Und doch saß ich den ganzen ersten Band über da und überlegte wie es sein kann, dass ein Mädchen aus scheinbar guten Hause solch ein Verhalten an den Tag legt.
Da sich der Protagonist der Reihe scheinbar das selbe Fragt werden wir wohl bald eine Antwort auf diese Frage bekommen.

„U war weder ein Ungeheuer noch ein Monster. Sie war nur ein Kind und etwas seltsam im Kopf“

„Broken Girl“ ist kein Manga zu dem man viele Worte verlieren kann. Er lebt von seinen beiden Protagonisten und der Atmosphäre, welche sich nach und nach aufbaut.
Interessant dabei ist wie der Protagonist selber ständig einsieht das er doch eigentlich ganz einfach der Situation entkommen könnte, aber es dann doch nicht tut. Dadurch baut sich nach und nach eine beklemmende nervenzerreisende Stimmung auf, welche einen dazu bringt den Manga bloß nicht eine Sekunde aus der Hand zu nehmen.
Eine beeindruckende Leistung wenn man bedenkt das der Manga wie gesagt von lediglich zwei Protagonisten und ziemlich dunklen und recht leeren Panels lebt.

Mein Fazit

Dem Grunde nach ist „Broken Girl“ einfach eine Geschichte rund um eine Entführung. So mag es auf den ersten Blick den Anschein machen. Doch sieht man genauer hin merkt man bereits gegen Ende des ersten Bandes das wohl mehr hinter der Geschichte stecken wird. Doch was genau, damit kommt Story Schreiber „Nisioisin“ noch nicht um die Ecke.
Was den Manga zudem besonders macht sind die beiden Protagonisten:
Der junge Mann, welcher davon träumt Schriftsteller zu werden, dem aber das gewisse etwas dafür fehlt und das kleine Mädchen U, welches etwas auf den ersten Blick ziemlich unheimlich wirkt und dann bei genauerer Betrachtung eigentlich einfach nur ein Kind ist,  ein merktwürdiges aber gut erzogenes Kind.
Diese beiden unterschiedlichen Figuren geben den Manga das was er braucht um für den Leser interessant zu bleiben. Plötzlich ist es keine einfache Entführungsgeschichte mehr sondern entwickelt sich viel mehr in die Richtung eines Drama, ein Drama welches wohl bereits in der Vergangenheit von U begann. Zumindest macht es im ersten Band so den Anschein.

Der Manga wurde mir von einigen Freunden bei Twitter empfohlen. Die meisten von ihnen loben den Manga gerade wegen U. Diese wiedersprüchliche Art und dazu diese beeindruckenden Zeichnungen welche die kalte Art von U, die wohl von ihrer Einsamkeit herrührt, so gut wiedergibt es das einem beim Anblick der Panels bereits eiskalt den Rücken runter läuft.
Auch ich werde wohl vorallem wegen U den Manga weiter verfolgen. Mit drei Bänden ist ein Ende schnell ersichtlich, weswegen ich davon ausgehen das wir bereits die ersten Antworten auf U wiedersprüchliches Verhalten bekommen werden. Die Entführung selbst hat mich nicht so sehr gepackt, so dass ich den Manga nicht wegen diesem Teil der Geschichte weiter lesen werde.

Rückblickend auf den ersten Band gesehen hat mich die Geschichte rund um U schon sehr gepackt. Egomont Manga hat sich mit dieser Reihe wahrlich eine vielversprechende Reihe ans Land gezogen. Immerhin konnte ich den Band nicht eine Sekunde aus den Händen legen. Die Hauptstory ist zwar nicht besonders packend, sondern vielmehr die Protagonistin selbst. Ich hoffe nur das auch die anderen beiden Bände mit der Qualität des ersten Bandes mithalten können und nicht bereits das gesamte Pulver verschossen wurde.

 

Manga/ Anime Talk

Infection – Mangareview ( Spoiler frei )

Genre: Zombies, Horror, Survival, Ecci
Mangaka: Toru Oikawa
Veröffentlichung: 2015 – laufend 
Anime Adaption: Bisher nicht

Ein Zombie- Manga welcher es schafft mit dem Niveau von „Highschool of the Dead“ mit zu halten.

Es waren die kleinen grünen Würmchen, die Egmont Manga als kleines Geschenk dem Manga beilegte, welche mich überhaupt dazu brachten den Manga in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen. „Ein Zombie – Manga geht immer“ dachte ich mir, nachdem ich den Klappentext durchgelesen hatte und nahm den Band, von dem ich zuvor ehrlich gesagt noch nichts gehört hatte, einfach mal mit.

Plot

Infection MangaEin tödlicher Virus bricht aus, welcher die Infizierten zu lebenden Toten machen. Diese sogenannten Träger haben nur noch ein Ziel:“Zu fressen und die Infektion weiter aus zu breiten“. Haruki und Kirara bekommen in den ersten Tagen des Ausbruchs nichts von der Gefahr mit, welche auf sie lauert, da sie von ihren Mitschülern in einer Scheune eingesperrt wurden. Zwar hören sie die merkwürdigen Geräusche von außerhalb der metallischen Wände, aber sie denken sich nicht viel dabei.
Drei Tage später schaffen sie es aus ihren Gefängnis aus zu brechen und müssen sich umgehend der Gefahr durch die Träger stellen. Zu ihren Glück sind sie nicht die einzigen Überlebenden des Ausbruchs. Sie verbinden sich mit einigen ihrer Mitschüler und machen sich auf in eines der sicheren Gebiete. Doch die Träger sind überall und lauern nur auf ihre nächsten Opfer.

Mangatalk

Ich bin ein wirklich großer Fan von „Highschool of the Dead“, was wohl in erster Linie daran liegt das der Manga und der Anime damals als er heraus kam für mich das Zombie- Manga Genre erst einmal wirklich näher brachte. Klar war dies nicht die erste Zombie- Mangareihe auf den Markt, aber die erste welche mir dieses Horror Genre im Bereich Manga näher brachte. Höchsschenblitzer etc. störten mich dabei nur recht wenig, ganz im Gegensatz zu Infection.
Ich weiß nicht wieso, aber bei Infection störte mich dieser Punkt zu Beginn ziemlich. Aber es ist bei Kirara auch wirklich wirklich extrem. Zum Glück entwickelt sich die Story so schnell so packend das ich über diesen Faktor, welcher mich wirklich sehr störte hinweg sehen konnte.
Das sich der Manga gegen Ende des ersten Bandes selber darüber lustig macht, dass Kirara quassi nur noch im Tanga durch die Gegend läuft macht mir zudem Hoffnung das sich dieser Punkt im zweiten Band ändern wird.

Aber dies ist wirklich der einzige Faktor, welcher mich an der Geschichte stört.
Ansonsten ist sie wirklich gut strukturiert und leitet in einem angenehmen Tempo alle wichtigen Charaktere ein.
Manchmal wirken die Panels ein wenig chaotisch, was aber an sich nicht schlimm ist, da dies meist nur in chaotischen Situationen ( zum Beispiel wenn die Träger angreifen ) vorkommt. Irgendwie passt das dann ja zur Stimmung.

Die Träger an sich sind zwar abschreckend, aber nicht so gruselig wie man es aus manch anderen Zombie- Manga kennt. Doch trotzdem sorgen sie dafür das man genau so sehr um die Figuren bankt und das obwohl man bisher kaum etwas über sie weiß und sie einem eigentlich noch gar nicht so sehr ans Herz gewachsen sein können.
Irgendwie hat es Mangaka Toru Oikawa trotzdem geschafft in so kurzer Zeit die Figuren so ein zu leiten, dass man bereits nach nur einen Band mit ihnen mit fiebert.

Wie es im ersten Band den Anschein macht ist die Infektion lediglich in einen kleinen Teil Tokyo’s ausgebrochen, weswegen ich nicht vermute das die Reihe all zu lang werden wird. Daher ist die Gefahr nicht ganz so groß das sich der Manga wie viele andere Zombie Geschichten irgendwann total verrennt und man den Spaß an der Geschichte verliert, da man nicht wirklich weiß wo die Figuren eigentlich hin wollen.

Mein Fazit nach dem ersten Band von „Infection“

Infection kommt vielleicht mit der brant neuesten Geschichte aus dem Bereich des Zombie- Genre um die Ecke, kann jedoch durch einen eigenen Charm, eigenen interessanten Figuren und einen klar struturierten Zeichenstile punkten. Okay letzteres wirkt manchmal etwas chaotisch, aber dann liegt es mehr am Aufbau der Panels als an den Zeichenstile selbst.

Man könnte im ersten Moment meinen das ich zu Beginn meines Beitrags den Vergleich zu der bekannten Zombie- Mangareihe „Highschool of the Dead“ ziehe auf Grund der Ecci Elemente, aber dies ist eigentlich nicht der Grund. Vielmehr erinnert mich der Aufbau der Story stark an die berühmte Mangareihe, welche das Zombie Genre im Bereich Manga prägte. Natürlich tragen auch die Ecci Momente, allen voran die mit ständigen Höschenblitzern von Kirara Isonami, dazu bei, aber sie sind nicht der Ausschlaggebende Punkt.

Infection beinhaltet eine interessante Geschichte rund um eine Gruppe Schüler, welche irgendwie versuchen der Hölle in der sie sich gerade befinden zu entkommen. Dabei droht jedem Charakter der Tod, wie man bereits im ersten Band lernen muss.

Kurz Zusammengefasst schafft Infection zwar nichts absolut Neues, aber überzeugt trotzdem durch seinen eigenen Charm. Die Geschichte ist nicht besonders anspruchsvoll, weswegen man den Manga gut lesen kann um nach der Arbeit ein wenig ab zu schalten. Jedoch ist der Manga absolut nicht geeignet für Leser des Horror- Genre, welche sich an Ecci Elemente stören.

Accel World · Manga/ Anime Talk

Accel World – Mangareview ( Spoiler frei )

Genre: MMO, Science- Fiktion
Mangaka: Hiroyuki Aigamo, Reki Kawahara und Hima
Veröffentlichung: 2010 – laufend 
Anime Adaption: Ja

Willkommen in der beschleunigten Welt

Ursprünglich war „Accel World“ eine Light Novel Reihe. Diese erscheint seit 2009 in Japan und wird in regelmäßigen Abständen bis heute fortgefüghrt. Hiroyuki Aigamo wurde 2010 darauf angesprochen ob er nicht eine Adaption in Form eines Manga zeichnen möchte. Wie er im Nachwort erzählt kaufte er sich umgehend die Light Novel, da er bisher nicht einen Band gelesen hatte. Die Geschichte begeisterte ihn so sehr, dass er bereits kurz darauf mit dem Zeichnen begann. Was dabei heraus kam ist eine schön gestaltete Umsetzung der beliebten Light Novel, welche einen die Welt von „Accel World“ visual noch ein Stück näher bringt als die ursprüngliche Light Novel.

Plot

Accel World Cover 1Japan Mitte der 2040er Jahre. Die sogenannten „Neuro Linker“ haben sich im Alltag etabliert. Bereits kurz nach der Geburt bekommen die Kinder die Adaption im Nacken angesetzt um so fast ununterbrochen mit der virtuellen Welt verbunden zu sein. Doch hinter dem für alle öffentlichen Netz verbirgt sich eine zweite Welt, die Welt von Brain Burst. In dieser Welt kämpfen die Spieler mit speziellen Avataren gegen einander auf erhöhter Geschwindigkeit um die besondere Gabe des Brain Burst zu behalten und langsam im Ranking auf zu steigen. Doch nur Personen mit einer besonders hohen neurologischen Auffassungsgabe sind dem Brain Burst gewachsen, so wie Protagonist Haruyuki. Haruyuki ist ein kleiner dicker Schüler, welcher von seinen Mitschülern täglich drangsaliert wird. Seine einzige Zuflucht ist die virtuelle Realität. Dort trifft er eines Tages auf die beliebte stellvertretende Schulsprecherin seiner Schule. Diese ist begeistert von Haruyuki’s neurologischer Auffassungsgabe und damit einhergehendes Talent in virtuellen Spielen. Sie läd ihn in die Welt von „Brain Burst“ ein. Neue Türen öffnen sich für den sonst schüchternden Schüler. Doch Kuroyukihime handelt nich aus nächsten Liebe, als sie Haruyuki die Welt hinter der für alle zugänglichen Welt zeigt. Sie benötigt seine Hilfe um ihren Plan zu erfüllen, der sich darum dreht endlich das 10 Level und damit das hohe Zeil von Brain Burst zu erreichen.

Mangatalk

Aufmerksam auf den Manga wurde ich um ehrlich zu sein durch das Cover.
Der Avatar von Haruyuki ziehrt dieses. Ein wunderschöner Avater, welcher einem schwarzen Schmetterling ähnelt. Irgendwie wurde ich dadurch schon ein wenig in den Bann gezogen.
Auch der restliche Zeichenstile des Manga gestaltet sich ähnlich.

Die Vision welche sich hinter den Neuro Linker finde ich gar nicht so weiter her geholt, was die Geschichte schon ein Stück interessanter macht. Immerhin spielt sich heutzutage bereits viel im Netz ab, wenn auch eher über Smartphones als andere Verbindungselemente. Aber wer weiß die Zukunft noch so bringen wird.
Das sich dann hinter dieser Welt noch eine weitere verbergen soll, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Auch wenn man im ersten Band von Accel World noch nicht ganz so viel über die Welt von Brain Burst und den damit einhergehenden Königreiche erfährt, wirkt die Geschichte durch diese uns unbekannte Welt schon alleine spannend genug um mich zum weiter lesen zu animieren.

Dagegen wirken die beiden Protagonisten Haruyuki und Kuroyukihime auf mich nicht ganz so spannend. Klar die Geschichte hinter Kuroyukihime klingt viel versprechend, aber irgendwie konnte ich mir den Teil, welcher im ersten Band bereits offenbart wurde irgendwie denken. Zu Beginn des Manga mochte ich Haruyuki noch und fand es ehrlich gesagt auch wirklich toll, dass mal kein Schönling Protagonist der Reihe ist, doch seine Entwicklung bereits gegen Ende des ersten Bandes bereitet mir Bauchschmerzen.
Ich kann keine Geschichte lesen wo der Protagonist so wieder handelt nur um einem hübschen Mädchen zu gefallen. Ich hoffe daher das sich das Blatt im zweiten Band wenden wird. Den ich möchte eigentlich wirklich sehr gerne mehr über die Welt welche durch Brain Burst geschaffen wird erfahren. Immerhin eröffnen sich dadurch so viele Möglichkeiten.

Mein Fazit

Zugegeben, ich habe die Light Novel bisher noch nicht gelesen und weiß auch noch nicht so ganz ob ich dies überhaupt tuen werde. Grund ist, dass ich bisher mit Light Novels nicht besonders viel anfangen konnte. Ich genieße es nun einmal beim lesen die wunderschönen Zeichnungen der Mangaka zu bewundern. Dies fehlt mir bei einem Roman leider. Daher griff ich bei Accel World zu dem Manga und nicht der ebenfalls bei Tokyopop erscheinen Light Novel.
Ich hoffe das mir dadurch nicht zu viel von der Story verloren geht.

Wie man bereits im Mangatalk lesen konnte finde ich die Grundidee hinter Accel World und die damit einhergehenden Möglichkeiten sehr faszinierend, weswegen ich schon alleine aus diesem Grund den Manga weiter lesen werde. Nur die beiden Protagonisten regen mich jetzt schon ein wenig auf. Zudem schwant mir übles was den Antagonisten angeht. Aber vielleicht bringt Band 2 schon ein wenig Licht ins dunkle.

Der Fokus liegt im ersten Band deutlich darauf uns Lesern die Welt von Accel World ein Stück näher zu bringen, was wirklich sehr gut gelingt. Auch die ersten wichtigen Figuren wurden bereits eingeführt, wenn ich auch vermute dass ihre Wege noch anders verlaufen werden als im ersten Band angedeutet.

Kurz zusammen gefasst zeigt uns Accel World eine interessante und gar nicht so weit hergeholte Zukunftsvision aus dem Bereicht der virtuellen Realitäten und wie sich diese in unseren Alltag integrieren könnten. Der erste Band ist eine wirklich gute Einleitung, welcher Lust auf mehr macht. Ich denke mir, dass Fans von MMO und Science- Fiktion Manga gleichermaßen gut aufgehoben sind mit dieser Reihe.

Manga/ Anime Talk · Ryoko Fukuyama

Anonymous Noise – Mangatalk ( Spoiler frei )

Genre: Musik, Slice of Life
Mangaka: Ryoko Fukuyama
Veröffentlichung: 2013 – heute
Anime: Ja

„Ohne dass ich es merke werden meine versteckten Gefühle zu meinen Schrei, zu meiner Stimme und platzen als Lied aus mir heraus“

Im Rahmen des „HouseOfLeseWochenende“, welches die liebe Mia von houseofanimanga.de im Dezember veranstaltete, kam ich dazu den ersten Band der noch recht neuen Reihe „Anonymous Noise“ zu lesen. Der Manga stammt aus der Feder von „Ryoko Fukuyama“. Ryoko Fukuyama ist inzwischen kein unbekannter Name mehr. Mit den Werken „Charming Junkies“ und „Monochrome Kiss“ eroberte sie bereits vor Jahren den deutschen Mangamarkt. Nun nach Jahren der Stille erscheint mit „Anonymous Noise“ ihr neuestes Werk auch bei uns.

Plot

Anonymous NoiseNino liebt es zu singen. Bereits in ihrer Zeit als Grundschülerin teilt sie diese Leidenschaft mit dem Nachbarsjungen Momo. Als dieser eines Tages ohne ein Wort zu sagen mit seiner Familie weg zieht verliert Nino ihren Gesang. Ihr junges Herz ist gebrochen.
Einige Zeit später trifft sie am Strand den jungen Yuzu. Dieser ist gerade dabei ein Lied im Sand zu komponieren. Er schafft es Nino’s Herz zu berühren, so dass das kleine Mädchen ihre Stimme wieder findet. Doch bald darauf wird sie auch von Yuzu verlassen.
Sechs Jahre später treffen sich die Zwei in der Oberschule wieder. Durch ihre gemeinsame Leidenschaft „Die Musik“ finden sie schnell wieder zu einander. Doch im Verborgenen ruht immer noch Nino’s Liebe für Momo. Sie hofft weiterhin Ihn durch ihre Stimme zu erreichen. Yuzu verspricht ihr sie bei der Suche zu unterstützen. Doch tief in seinem Innersten hofft Yuzu, dass Nino und Momo sich niemals wieder sehen. Er möchte Nino’s Stimme ganz für sich, den nur sie schafft es seinen Melodien den richtigen Klang zu verleihen und ihn zu neuen Lieder zu inspirieren.

Mangatalk

Mit „Anonymous Noise“ erzählt Mangaka Ryoko Fukuyama die Geschichte von Nino, Momo und Yuzu. Alle drei sind verbunden durch die Musik, durch die sie in der Lage sind ihre wahren Gefühle ausdruck zu verleihen. Doch zugleich unterliegen alle drei Schüler das selbe Schicksal der unerwiederten Liebe. Eine schöne, wenn auch traurige Geschichte rund um die verschiedenen Arten der Liebe beginnt.

„Wenn ich nicht singe verschwinde ich. Wenn ich nicht singe kann ich nicht atmen“

Die Geschichte beginnt bereits in den Kindheitstagen von Nino und Momo.
Es traf mich wie ein Schlag als auf einmal klar war, dass Momo weg sei. Innerlich hoffte ich genau wie Nino das Momo wieder kommen würde. Auch wenn Yuzu ebenfalls eine tolle Figur ist wirken Momo und Nino nach nur wenigen Seiten wesentlich harmonisch als Nino und Yuzu. Wobei mir Yuzu trotzdem ziemlich leid tut.

Das große Wiedersehen zwischen Nino und Yuzu fand ich daher trotzdem wirklich schön. Es ließ einen meinen, dass Momo längst vergessen ist. Doch dann kommt Ryoko Fukuyama damit um die Ecke das Nino immer noch nur Momo im Kopf hat.
Es ist schrecklich wenn die Liebe nicht erwiedert wird. Auch wenn diese Schicksal nicht nur Yuzu sondern auch Nino und wahrscheinlich auch Momo betrifft wird im ersten Band vorallem auf Yuzu der Fokus gelegt. Man könnte im ersten Moment sagen, dass es egoistisch von ihm ist, dass er sich wünscht das Nino und Momo sich nie wieder sehen, da er Nino und ihre Stimme für sich haben möchte. Auf der anderen Seite kann ich ihn aber auch verstehen da sie für ihn so etwas wie eine Muse ist.

„Langsam keimte in uns ein Gefühl auf, dessen Namen wir noch nicht kannten“

 

Was ich etwas merkwürdig fand ist die Tatsache, dass Nino zu Momo sagt, dass sie mit ihm wenn sie älter sind eine Band gründen möchte. Diese soll den Namen „Yuuzu“ tragen. Dies währe fast der selben Namen wie der des jungen durch den Nino ihre Stimme wieder gefunden hat. Ein Zufall?
Oder bereits der erste Hinweis auf das Ende des Manga?

„Das Ende und der Anfang sind immer zwei Seiten einer Medaille“

 

Was ich übrigens sehr toll an der Aufmachung des Manga finde ist das Softcover. Am Anfang war dies etwas ungewöhnlich, aber dann musste ich feststellen das der Manga dadurch viel angenehmer in der Hand liegt. Ob Carlsen Manga dies wohl jetzt öfters bei neuen Veröffentlichungen machen wird?

Doch nicht nur Carlsen hat für uns Leser eine kleine Überraschung parat, sondern auch Mangaka Ryoko Fukuyama. In kleinen Kommentarspalten wendet sie sich immer wieder direkt an uns Leser. Hier erzählt sie uns zum Beispiel wie es zu Anonymous Noise gekommen ist. Es sind interessante kleine Geschichten, welche den Mangaka und als Leser ein wenig transparenter macht und daher ein Stück näher bringt.
Dies ist vielleicht nicht jeden wichtig, aber ich für meinen Teil freue mich immer darüber wenn ein Manga Kommentarspalten des Mangaka beinhaltet.

Mein Fazit

„Hätte ich nur direkt Band 1 und 2 gekauft“ dachte ich mir, als ich den ersten Band von „Anonymous Noise“ zu Ende gelesen hatte. Die Geschichte ist sehr ruhig, hält dabei jedoch einen stätigen Tenor durch den man als Leser vollständig in den Bann gezogen wird und ihn ohne Probleme in einem durch liest. Dazu kommen die wunderschönen Zeichnungen von Ryoko Fukuyama. Bereits das Cover hatte mich total in seinen Bann gezogen, weswegen ich den Manga einfach kaufen musste. Er stach irgendwie aus der Menge an Neuerscheinungen auf den Tisch meines Lieblings- Comicbuchhändlers heraus.

Die Geschichte an sichist ziemlich verstrickte, aber genau das ist es was den Manga so besonders macht. Manchmal hatte ich ein wenig Probleme damit auseinander zu halten welcher Gedanke nun wohin gehört, da sie einfach so durch die Panels laufen, aber darüber kann ich hinweg sehen.

In Japan sind übrigens bereits 13 Bände erschienen. Eine Animadaption erschien 2017 in Japan, ist aber leider noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich. Ein Ende der Reihe ist soweit ich das heraus finden konnte noch nicht in Sicht.

Alles in allem gesehen kann ich die Reihen nur weiter empfehlen. Auch wenn die Geschichte sehr ruhig ist, ist sie trotzdem wunderschön und zugleich auch sehr traurig. Man ist trotzdem an Ende nicht deprimiert, sondern fühlt viel mehr mit den Figuren mit. Ich freue mich daher unglaublich darauf wenn ich endlich dazu komme den zweiten und alle darauf folgenden Bände zu lesen.

Manga/ Anime Talk

Giiras Anime Highlights 2017 – Teil 3

Und hier kommen meine persönlichen Top 3 der Anime, welche ich in diesem Jahr gesehen habe.

Platz 3: Recovery of an MMO Junkie

Recovery of an MMO JourneyPlot: Moriko Morioka kündigt ihren ungeliebten Job um sich in ihrem Leben ganz ihrem Hobby zu wittmen, den MMORPG. Leider wurde das von ihr bisher bevorzugte MMO eingestellt, weswegen sie sich auf die Suche nach einem neuen Spiel macht. Schnell wird sie fündig und erstellt sich bei dem zur Zeit sehr beliebten MMO „Fruit de Mer“ einen männlichen Charakter. Sie lernt den anderen Spieler Lilly kennen, freundet sich mit ihr an und wird Teil ihrer Guilde. Das Leben könnte nicht perfekter sein, währe da nicht noch die reale Welt, welche auf Moriko wartet und sie immer wieder vor schwierigen Herausforderung stellt. Zu allem überflusst lernt sie dann auch noch den erfolgreichen Yuta Sakurai kennen, dessen Schicksal scheinbar mit der von Moriko verbunden zu sein scheint.

Recovery of an MMO Junkie ist genau wie „Himouto! Umaru-Chan“ mehr ein Zufallsfund. Durch Speckolga, welche sehr begeistert immer wieder von dem Anime getwittert hat, wurde ich dazu animiert der Geschichte eine Chance zu geben. Nach zwei Folgen verstand ich ihre Begeisterung und begann ebenfalls meinen Followern auf Twitter ein wenig mit dem Anime auf die nerven zu gehen. Der Anime ist ein richtiger Geheimtipp.
Moriko ist eine tolle Protagonisten mit der man immer wieder mitfühlen kann. Dazu kommt die Geschichte mit Sakurai, welche immer wieder mit der ihrer kollidiert. Vorallem in ihren gemeinsamen Szenen sind die zwei einfach nur unglaublich sympathisch.
Aktion sollte man bei „Recovery of an MM Junkie“ nicht erwarten. Viel mehr erwartet euch eine tolle ruhige Geschichte rund um das Leben einer Frau Anfang 30, welche nichts lieber tut als ihre Zeit dem Spiel von MMORPG zu widmen.

Platz 2: Full Metal Alchemist Brotherhood

Fullmetal AlchemistPlot: Edward und Alphans Erwig versuchen mit Hilfe der Alchemie ihre verstorbene Mutter wieder ins Leben zu holen. Der Plan geht schief. Ed zahlt den Verstoß gegen die Gesetze der Alchemie mit seinem Bein, wogegen seinem kleinen Bruder gleich der ganze Körper genommen wird. Ed schafft es mit dem Preis seines rechten Armes die Seele von Al an eine Rüstung zu binden. Bald darauf lassen die zwei jungen Alchemisten alles hinter sich  und schließen sich der Armee von Amestris an. Während sie im Auftrag der Armee, welche zur Zeit der Geschichte von Fullmetal Alchemist das Land regiert, die Bevölkerung beschützen, reisen die Zwei durchs Land um einen Stein der Weisen zu finden. Der Stein der Weisen vermark es Alchemie zu wirken ohne das Gesetz des äquivalenten Tausches zu berücksichtigen. Die zwei jungen Alchemisten erhoffen sich mit dessen Hilfe ihre alten Körper wieder zu erlangen.
Doch der Stein der Weisen verbirgt ein dunkles Geheimnis, welches die Zwei bald zurück bis hin zu der Wahrheit über die Entstehung des Landes Amestris führen soll.

Ich weiß der Anime ist schon etwas älter, aber da ich ihn erst in diesem Jahr gesehen habe taucht er trotzdem in meiner Highlightliste auf. Brotherhood hat mich einfach total begeistert. Jeden Tag nach der Arbeit ging ich Heek, welcher mir den Anime zeigte, damit auf die Nerven das ich unbedingt weiter schauen möchte.
Die Geschichte brauchte zwar etwas bis sie mich packte, aber plötzlich war ich süchtig. Fullmetal Alchemist hat so viel, was den Anime zu so etwas besonderen Macht. Die Protagonisten, die vielen verschiedenen teilweise sehr tiefgründigen Figuren, die Antagonisten, die Entwicklung der Geschichte und nicht zu vergessen die Geschichte des fiktiven Landes Amestris sind nur eine kleine Liste an Beispielen warum mich dieser Anime so begeisterte. Dazu kommt noch die viele Aktion, aber auch immer wieder kehrende Tiefgang der Story.
Es ist eine Geschichte, welche sich definitiv in die Reihe der großen Geschichten aus der Welt des Anime und Manga einreihen darf.

Platz 1: Die Braut des Magiers

Die Braut des magiersPlot: Chise besitzt eine besondere Gabe, welche es ihr ermöglicht die Wesen der Zwischenwelt zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren. Neben Feen und Drachen, zählen auch Dämonen und andere böse Wesen dazu. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter wird Chise zur Waise. Da niemand sie wegen ihrer besonderen Gabe lange bei sich behalten möchte wird sie von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weiter gereicht.
Eines Tages entscheidet sie sich daher sich selbst als Sklavin zu verkaufen. Auf einen geheimen Markt für besondere Geschöpfe wird sie von dem Magier Elias für eine hohe Summe gekauft. Doch Elias möchte Chise nicht zu seiner Sklavin machen, sondern zu seiner Schülerin und Frau.
Chise scheint endlich ein zu Hause gefunden zu haben, bei jemanden der sie und ihre besondere Gabe akzeptiert. Die Tür zu einer wahrhaft magischen Welt öffnet sich vor Chise, in der ihre besondere Gaben dringend benötigt werden.

Ich war nicht von Anfang an begeistert von der Geschichte, da der Anime eher ruhig zu sein schien. Für jemanden wie mich, die normalerweise Aktion Anime bevorzugt, ist dies daher kein Pluspunkt. Doch da ich immer mehr positives von dem Anime hörte, musste ich einmal rein schauen.
Was soll ich sagen, ich war von der ersten Folge an direkt total begeistert.
Der Anime ist so wunderschön und mit so viel Liebe gestaltet. Dazu kommt dieses Gefühl, welches ich von Filmen wie „Chihiros Reise ins Zauberland“, „Das Königreich der Katzen“ und „Das wandelnde Schloss“ kenne.
Auch die Story ist wirklich interessant. Nach jeder Folge wollte ich sofort mehr sehen. Besonders begeistert mich diese besondere Beziehung zwischen Chise und Elias. Elias verbirgt scheinbar ein düsteres Geheimnis, doch Chise lässt sich dadurch nicht beirren und möchte trotz an der Seite ihres Retters bleiben. Auch die Welt in der der Anime spielt ist einfach nur atemberaubend. Einige Folgen sah ich mir inzwischen schon ein zweites mal an, einfach weil mich diese Welt so sehr begeistert. Dabei spielt der Anime eigentlich in der realen Welt, wo die magischen Geschöpfe etc. nur von Menschen mit besonderen Gaben gesehen werden können. Eben die Menschen welche magisch begabt sind so wie Chise.
Ein wirklich toller Anime, welcher meinen Platz 1 mehr als verdient hat.
Ich hoffe er kommt bald auf den deutschen Markt, den ich möchte ihn mir unbedingt ins Anime- Regal stellen.

 

So viel zu meinen Anime Top 10.
Die Anime welche ich komplett gesehen habe bekommen sowieso über kürz oder lang einen eigenen Beitrag, daher finde ich ist es im nachhinein betrachtet doch nicht ganz so fatal, dass in diesem dreit tägigen Beitrag lediglich 10 Anime einen Platz gefunden haben.