Manga/ Anime Talk · Neuerscheinungen 2018

Die Walkinder – Mangatalk ( Spoilerfrei )

Genre: Drama, Fantasy
Mangaka: Abi Umeda
Veröffentlichung: 2013 – heute
Anime Adaption: Ja

Und weiter geht es mit einer weiteren Neuerscheinung in 2018, dieses mal von Carlsen Manga.

Plot

Die Walkinder 1
Bildquelle: https://www.carlsen.de/
taschenbuch/die-walkinder-1/93608

In einer apokalyptischen Welt ist die Oberfläche  der Erde mit einer scheinbar unendlichen Sandschicht überzogen. Diese vermag alles zu verschlingen, was sie berührt. Eine überlebende Gruppe an Menschen reist nun seit mehr als 93 Jahren, auf der Oberfläche eines von ihnen „Schlamwal“ genannten Schiff, über dieses Sandmeer. Warum die Welt so geworden ist weiß scheinbar keiner mehr von den noch übrig gebliebenden. Zumindest was die normalen mit einem Stigma Namens „Saimia“ markierten Menschen betrifft. Dies soll sich schlagartig ändern, als der junge Chakuro auf einer auf dem Sandmeer treibenden Insel ein Mädchen findet. Wie es scheint sind sie doch nicht, wie seit längerem vermutet, die letzten überlebenden der Menschheit. Doch warum treiben sie dann seit fast 100 Jahren auf dem Sandmeer umher?

Mangatalk

Was als erstes Auffällt, wenn man den Manga in der Hand hält dann, dass Mangaka „Abi Umeda“  sich bei den Zeichnungen wirklich viel Mühe gegeben hat. Dies fällt nicht nur anhand des umwerfenden Cover auf, sondern auch bei jedem einzelnen Panel. Vorallem das „Saimia“ erfordert viel zeichnerisches Talent, damit es so faszinierend wirkt wie es das im Manga tut.Zeichnerisch ist „Die Walkinder“ daher auf jedenfall eine absolute Empfehlung.
Auch die Grundidee hinter der Geschichte klingt interessant, erinnert aber ein wenig an den Plot von Attack on Titan. Nur sind hier nicht Titanen die Bedrohung der letzten überlebenden der Menschheit, sondern ein gewaltiges sie umgebendes alles verschlingendes Sandmeer. Dazu kommt noch das politische Thema der Versklavung. Zumindest wirkt es für mich ein wenig wie Versklavung so wie der Umgang der nicht mit dem „Saimia“ markierten mit dem der markierten dargestellt wird. Komisch, da die markierten durch das „Saimia“ besondere Kräfte haben und eigentlich stärker sein sollten. Blickt man noch ein Stück weiter in die Geschichte erkennt man weitere Anspielungen die an bekannte Ereignisse aus der Geschichte erinnern, so zum Beispiel die allwissenden Obersten und Herrscher über die Insel, allen voran die Ältesten und das bewusste unwissend halten der „normalen“ Bevölkerung. Den diesen wird die den Ältesten scheinbar bekannte Wahrheit über die Welt außerhalb des „Schlamwal“ enthalten. Erinnert irgendwie an früher, wo die Mensche welche nicht lesen konnten denjenigen die Lesen konnten glauben schenken mussten. Oder findet ihr nicht?

Dann plötzlich die große Wendung in der Geschichte in der ein weitere Mensch auftaucht und die ersten Offenbarungen über die Wahrheit hinter dem geschehenden auf der Welt. Dazu werde ich natürlich aus Spoiler Gründen nicht weiter etwas erzählen, ich möchte euch ja nichts über die Wahrheit dieser von „Abi Umeda“ dargestellten Welt verraten. Doch so viel sei gesagt, man bekommt umgehend einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse.
Logischerweise wird in Band 1 nicht alles darüber verraten was mit der Welt geschehen ist, wodurch der Leser nicht zum allwissenden Leser wird sondern scheinbar im selben Tempo wie Protagonist Chakuro mehr über die Wahrheit erfährt. Diesen punkt finde ich sehr gut, den er verleitet einen zum weiter lesen. Wobei natürlich Wissen immer eine andere Sicht der Dinge mit sich bringt, was dafür sorgt das ich bei solchen Geschichte sie gerne noch ein zweites mal lese einfach um Andeutungen auf die Wahrheit etc. zu entdecken.

So viele Punkte die für die Geschichte sprechen und doch legte ich beim lesen den Manga mehr als einmal zur Seite, weil mir etwas besseres zu tuen einfiel. Grund dafür liegt denke ich nicht an der Geschichte an sich, sondern an den Figuren. Diese sind leider sehr oberflächlich dargestellt und daher für einen als Leser nicht so wirklich greifbar. Dieser Punkt stört mich an dem Manga, da für mich nicht nur eine packende Story sondern auch interessante Figuren dazu gehören, damit ich eine Geschichte weiter verfolge.

Mein Fazit nach Band 1

Zwar finde ich, dass die Geschichte hinter „Die Walkinder“ schon sehr interessant klingt, aber so ganz hat mich der erste Band noch nicht überzeugt. Zumindest interessiert es mich immer noch was genau aus der Welt geworden ist und wie es zu den riesigen Sandmeer gekommen ist auf dem der „Schlamwal“ nun fährt. Auch zeichnerisch hat mich der Manga sehr angesprochen.
Wegen diesen beiden Punkten werde ich den Manga wohl noch ein wenig weiter verfolgen, oder aber zunächst einmal den Anime schauen. Dieser ist nämlich zur Zeit bei Netflix verfügbar. Vielleicht schafft es ja der Anime die Distanz zwischen dem Protagonisten und dem Leser / Zuschauer zu durchbrechen. Immerhin war diese Distanz der einzige Punkt, der mich beim lesen irgendwie störte.
Von der Lesemenge her ist man eine ganze Zeit an der Geschichte gebunden, da er mit ziemlich viel Text auftrumpft. Man bekommt somit für sei Geld nicht nur wunderschöne Zeichnungen, sondern auch viel zu lesen.

 

Videoquelle: Sinko und Toyo / Youtube

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