Manga/ Anime Talk

Broken Girl – Mangareview ( Spoiler frei )

Genre: Mysterie
Mangaka: Nisioisin und Mitsuru Hattori
Veröffentlichung: 2015 – 2016 ( 3 Bände )
Anime: Nein

„Dies ist keine Fikiton. Diese Ereignisse haben sich tatsächlich zugetragen…“

So der einleitende Text der dreiteiligen Mysterie Reihe „Broken Girl“.

Ob die Geschichte wirklich passiert ist und Nisioisin damit einen dunklen Teil aus seiner Vergangenheit aufarbeitet oder ob sie doch Fiktion ist und die Einleitung nur dazu dient um den Leser direkt in die richtige Stimmung für den Manga zu bringen, lasse ich einfach mal dahin gestellt.

Plot

Broken Girl Manga CoverAuf seinen nach Hause weg wird ein angehender Schriftsteller zeuge eines dramatischen Unfalls: Eine Schülerin wird von einem Lastwagen erfasst. Doch nicht der Unfall selbst ist es was ihn traumatisiert, sondern vielmehr die Freundin des verunglückten Mädchens. Anstelle ihrer Freundin direkt zur Hilfe zu eilen beendet die Grundschülerin zunächst ihr Videospiel, packt den Game Boy in ihre Tasche und reagiert nun auf die gerade geschehende Situation.
Der kalte eindringliche Blick des jungen Mädchens lässt den Studenten nicht mehr los.
Kurze Zeit später taucht das kleine Mädchen bei ihm zu Hause aus und entführt ihn, da er ihr wahres Ich gesehen hat. Sie sperrt ihn in ihre Abstellkammer.
Dem Studenten ist klar das er dieser Situation ganz einfach entkommen könne, immerhin ist sein Entführer ein kleines Mädchen welche ihm nicht einmal sein Handy abnahm. Doch irgendetwas hält ihn davon ab Hilfe von außerhalb zu ersuchen.

Mangatalk

„Nun, da sie es sagte,ich hatte sie tatsächlich gesehen. In diesen wenigen Momenten hatte ich die wahre Natur des Mädchens U vollständig durchschaut“

Es ist einfach nur packend, wenn man alleine das Mädchen U betrachtet.
Ihr Verhalten ist wirklich beängstigend. Ihr Blick zu dem jungen Schriftsteller als sie bemerkt das er ihre wahres Wesen gesehen hat. Es lief mir eiskalt den Rücken runter. Und doch saß ich den ganzen ersten Band über da und überlegte wie es sein kann, dass ein Mädchen aus scheinbar guten Hause solch ein Verhalten an den Tag legt.
Da sich der Protagonist der Reihe scheinbar das selbe Fragt werden wir wohl bald eine Antwort auf diese Frage bekommen.

„U war weder ein Ungeheuer noch ein Monster. Sie war nur ein Kind und etwas seltsam im Kopf“

„Broken Girl“ ist kein Manga zu dem man viele Worte verlieren kann. Er lebt von seinen beiden Protagonisten und der Atmosphäre, welche sich nach und nach aufbaut.
Interessant dabei ist wie der Protagonist selber ständig einsieht das er doch eigentlich ganz einfach der Situation entkommen könnte, aber es dann doch nicht tut. Dadurch baut sich nach und nach eine beklemmende nervenzerreisende Stimmung auf, welche einen dazu bringt den Manga bloß nicht eine Sekunde aus der Hand zu nehmen.
Eine beeindruckende Leistung wenn man bedenkt das der Manga wie gesagt von lediglich zwei Protagonisten und ziemlich dunklen und recht leeren Panels lebt.

Mein Fazit

Dem Grunde nach ist „Broken Girl“ einfach eine Geschichte rund um eine Entführung. So mag es auf den ersten Blick den Anschein machen. Doch sieht man genauer hin merkt man bereits gegen Ende des ersten Bandes das wohl mehr hinter der Geschichte stecken wird. Doch was genau, damit kommt Story Schreiber „Nisioisin“ noch nicht um die Ecke.
Was den Manga zudem besonders macht sind die beiden Protagonisten:
Der junge Mann, welcher davon träumt Schriftsteller zu werden, dem aber das gewisse etwas dafür fehlt und das kleine Mädchen U, welches etwas auf den ersten Blick ziemlich unheimlich wirkt und dann bei genauerer Betrachtung eigentlich einfach nur ein Kind ist,  ein merktwürdiges aber gut erzogenes Kind.
Diese beiden unterschiedlichen Figuren geben den Manga das was er braucht um für den Leser interessant zu bleiben. Plötzlich ist es keine einfache Entführungsgeschichte mehr sondern entwickelt sich viel mehr in die Richtung eines Drama, ein Drama welches wohl bereits in der Vergangenheit von U begann. Zumindest macht es im ersten Band so den Anschein.

Der Manga wurde mir von einigen Freunden bei Twitter empfohlen. Die meisten von ihnen loben den Manga gerade wegen U. Diese wiedersprüchliche Art und dazu diese beeindruckenden Zeichnungen welche die kalte Art von U, die wohl von ihrer Einsamkeit herrührt, so gut wiedergibt es das einem beim Anblick der Panels bereits eiskalt den Rücken runter läuft.
Auch ich werde wohl vorallem wegen U den Manga weiter verfolgen. Mit drei Bänden ist ein Ende schnell ersichtlich, weswegen ich davon ausgehen das wir bereits die ersten Antworten auf U wiedersprüchliches Verhalten bekommen werden. Die Entführung selbst hat mich nicht so sehr gepackt, so dass ich den Manga nicht wegen diesem Teil der Geschichte weiter lesen werde.

Rückblickend auf den ersten Band gesehen hat mich die Geschichte rund um U schon sehr gepackt. Egomont Manga hat sich mit dieser Reihe wahrlich eine vielversprechende Reihe ans Land gezogen. Immerhin konnte ich den Band nicht eine Sekunde aus den Händen legen. Die Hauptstory ist zwar nicht besonders packend, sondern vielmehr die Protagonistin selbst. Ich hoffe nur das auch die anderen beiden Bände mit der Qualität des ersten Bandes mithalten können und nicht bereits das gesamte Pulver verschossen wurde.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s