Girls&Panzer · Manga/ Anime Talk

Girls and Panzer – erster Einblick in eine doch eher ungewöhnliche Mangareihe

Genre: Aktion, School Life
Mangaka: Girls and Panzer Projekt + Ryohichi Saitaniya
Veröffentlichung: 2012 – 2014 ( 4 Bände + mehrere Spinn off )
Animeadaption: Ja

„Wo ein Panzer ist, ist auch ein Weg“ so der Klappentext des Manga welcher die Welt der Panzer in die rosa Welt der Frauen trägt. 

Es wirkt auf den ersten Blick wie eine ziemlich merkwürdige Kombination: Schulmädchen und Panzer, wie kann daraus eine Geschichte entstehen?

Ich für meinen Teil mag es, wenn ein Mangaka sich an etwas neues heran traut, so wie „Ryohichi Saitaniya“ welcher mit den „Girls and Panzer Projekt“ zusammen arbeitet und diese kreative Geschichte hervor brachte.

Girls und Panzer.jpg
Bildquelle:http://cms.whiterabbitexpress.com/tag/tank/

Der Plot

Yukari liebt Panzer. Sie ist beeindruckt von ihrer Stärke und Vielfalt.
Seit Kindesbeinen an lernt sie die verschiedenen Modelle von einander zu unterscheiden. Nur allzu oft verfällt sie in einer kleinen exzentrischen Schwärmerei wenn sich für sie die Möglichkeit ergibt über ihr Lieblingsthema zu sprechen. Gerne würde sie selbst lernen die mächtigen Maschinen zu beherrschen.
Zu Yukari’s Glück entwickelt sich die Unterrichtsvielfalt in Japan zu ihren Gunsten und so kommt es, dass die hohe Kunst der Panzerlehre an einigen Schulen Japans angeboten wird. „Der Weg des Panzers“ wie es so schön im Manga heißt.
Gemeinsam mit ihren vier Freundinnen bildet Yukari ab den ersten Tag ihrer praktischen Ausbildung die Besatzung eines Panzerkampfwagen IV. Von nun an müssen sie sich in verschiedenen Wettkämpfen gegen andere Schüler beweisen.

Eine liebevoll, zum Teil sehr lustige, aber auch spannende Reise durch die Welt der Panzer beginnt, in der man als Leser so einiges lernen kann.

Mein Fazit nach Abschluss des ersten Bandes

Mit vier Bänden ist „Girls und Panzer“ eine wunderbare Abwechslung und bereichert damit jede Sammlung. Die Sammlung wird durch die kurze Reihe Vielfältiger, nur ist die Einordnung in ein dafür passendes Regal etwas schwierig.
Neben der Hauptstory ist in Japan bereits ein Prequal und diverse Spinn off erschienen. Ob alle Bände den Weg nach Deutschland finden werden wird die Zukunft und mit ziemlicher Sicherheit die Verkaufszahlen der Hauptstory, zeigen. Wobei ich gesehen habe, dass zumindest „Girls und Panzer: Little Army“ von Egmont Manga ab Anfang 2018 veröffentlicht wird.

Irgendwie finde ich die Idee hinter „Girls und Panzer“ so gut, dass ich die Hauptstory wohl zu Ende lesen werde. Es ist so unglaublich kreativ und die Umsetzung sowie Gestaltung der Bände irgendwie faszinierend. Schon das Cover des ersten Bandes spricht dabei für sich: Der dunkle kräftige Panzer umgeben von den zierlichen Mädchen, welche seine Besatzung sein sollen. Dazu noch der pinke Schriftzug, welcher den Manga auf den ersten Blick wie ein Shojo- Manga wirken lässt.

Für Fans von Videospielen wie „World of Tanks“, sowie alle welche nach ein wenig Abwechslung im Manga- Alltag suchen, ein Muss.

Und keine Sorge selbst wenn man wie ich keine Ahnung von Panzer hat macht der Manga trotzdem Spaß. Man merkt, dass das Team von „Girls und Panzer Projekt“ viel Ahnung von der Materie der Panzer hat. Dadurch ist es ihnen gelungen die Thematik auch für Laien verständlich rüber zu bringen.

Videoquelle: FavAnimeCom / Youtube

Mangatalk zu Band 1 von Girls und Panzer

Achtung ab hier Spoilergefahr!!!

Der erste Band gestaltet sich von der Story her eigentlich recht simple.
Protagonistin Yukini und ihre vier Freundinnen Nishizumi, Takebe, Isuzu und Reizei werden kurz eingeleitet, bevor wir umgehend mit den praktischen Unterricht starten.
Für Theorie sei scheinbar noch genug Platz neben der Praxis, zumindest für den Leser.
Am Anfang doch deswegen eher skeptisch, da ich befürchtete das ich der Geschichte wahrscheinlich nicht viel folgen werden könne, lass ich also weiter um dann schnell feststellen zu dürfen dass doch recht viel im Fluss der Story erklärt wird.
Durch die Mischung von bereits laufender Aktion und Theorie wirkt es nicht trocken wenn man ein wenig über die Welt der Panzer erfährt. Nicht nur die verschiedenen im Manga integrierten Modelle werden von Protagonistin Yukini während einer ihrer Panzer- Extasen einfach erklärt, sondern auch Panzerführung etc. zumindest im Groben.
Spaß haben beim lesen und gleichzeitig sich ein wenig in ein doch eher nicht alltäglichen Themengebiet weiterbilden ist hier die Divise.

Panzerfahren ist kein leichtes unterfangen. Nicht umsonst wird es im Manga auch als „Der Weg des Panzers“ beschrieben. Die Protagonisten sind Anfänger und benötigen noch viel Übung. Daher bin ich mir imme noch nicht so sicher ob ich es gut finde das sie ihr erstes Gefecht direkt für sich entscheiden. Naja aber andersherum gesehen tratten sie gegen andere Anfänger mit genau so wenig Übung an. Panzer fahren erfordert viel Übung das ist nach dem ersten Band eindeutig. Ich sah schwarz für die kleine Gruppe rund um Yukini, als sie ihren ersten Kampfeinsatz gegen die drei anderen Teams ihrer Schule fuhren.
Wo kommt eigentlich das große Übungsgelände her?
Nach den gewonnenen Match ist für das Team eines klar: einige Strukturen müssen sich dringend ändern, von der Ordnung innerhalb des Panzer. Aber woher sollten die fünf Anfänger auch wissen welche Position am besten zu ihnen passt ohne die erste Praxiserfahrung.

Ein Panzer mit fünf Insassen ist übrigens wie folgt besetzt:

  • Kommandant
  • Richtschütze
  • Ladeschütze
  • Funker
  • Fahrer

Lange Zeit zum üben bleibt den Schülerinnen nicht, den schon bald darauf steht die erste Herausforderung von anderen Schulen welche den Weg des Panzer anbieten an. Wobei wir an dieser Stelle direkt lernen, dass die normalen Wettkämpfe, anders als im Unterricht von Yukino und Co, nach den „Catcher the Flag“ Prinzip verlaufen werden. Mannschaftswettbewerb anstelle Jeder gegen Jeden.
So kommt es, dass ausgerechnet das Team von Yukino dazu ausgegoren wird die Mannschaft ihrer Schule an zu führen. Keine leichte Aufgabe für die Anfänger welche sich umgehend einen der erfolgreichsten Schulteams Japan stellen dürfen.
Zu Beginn schlägt sich die Schule von Yukino noch gut, doch durch die Umstylearbeiten ihrer Mitschüler sind ihre Panzer zu auffällig und fallen so den Teams der St. Gloriane Schule zum Opfer. Nun liegt es also an Yukino und ihren Team die Ehre ihrer Schule zu verteidigen.

Wie sollte es auch anders sein, genau an diesen Punkt endet dann auch der erste Band.
Übrig bleibt ein Cliffhänger und noch einpaar Extra in denen wir noch ein wenig mehr über einpaar der bisher vorgekommenen Panzer erfahren.

Spoiler Ende

Trotz ärgerlichen Cliffhänger hatte ich wirklich viel Spaß beim lesen des ersten Bandes.
Ich mag die Mischung aus niedlichen Schulmädchen Alltag und der Panzeraktion.

Nicht nur in der Story sondern auch im Zeichenstile ist dieser Kontrast deutlich zu erkennen. Während die Figuren sehr rund und weich gezeichnet sind, stechen die Panzer mit ihren eckigen dreckigen Zeichnungen aus dem Gesamtbild deutlich heraus. Eine schöne Idee um den im Manga vorherrschenden Kontrast zu verdeutlichen. Dies lies das Cover auch schon erahnen.

Ich glaube aber fast, dass die Geschichte als Anime noch einen Tacken besser rüber kommen wird. Zum Glück ist dieser auch bereitsihier zulande erschienen. Erst einmal werde ich auf jedenfall den Manga weiterlesen. Danach schaue ich mal ob und wann ich den Anime ansehen werde.

Ein Kommentar zu „Girls and Panzer – erster Einblick in eine doch eher ungewöhnliche Mangareihe

  1. Nette Review, auch wenn die Länge für ein Band etwas arg ist, eine kompaktere Beschreibung wäre da vielleicht etwas hilfreicher, und 1-2 Bilder. Ansonsten aber sehr natürlich geschrieben und nachvollziehbar bewertet, gute Sache ^^

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